Babesiose

Hundemalaria (Babesiose)
  
  Die Babesiose der Hunde wird durch verschiedene Bebesia Unterarten hervorgerufen.
Die einzelnen Unterarten sind morphologisch (äußerlich) nicht zu unterscheiden, werden aber durch unterschiedliche Zeckenarten übertragen.
Von Bedeutung sind in Mitteleuropa nur die Babesia canis canis Infektionen, die durch die bunte Hundezecke (Dermacentor reticulatus) übertragen werden.
Die Übertragung verläuft in erster Linie transovariell, d.h. die Babesien, also die Erreger, wandern in die Eierstöcke der voll gesogenen Weibchen und von dort in die Eier.
Die nächste Generationen Zecken sind dann alle infiziert und beim Saugakt der Nymphen und adulten (ausgewachsenen) Zecken werden die Babesien dann mit dem Speichel auf einen neuen Wirt (Hund) übertragen.
Mit dem Anheften der Zecke am Wirt vermehren sich die Babesien, die über die Hämoymphe (Zerstörung der roten Blutzellen) in die Speicheldrüsen der Zecke eindringen und sich dort vermehren. Dieser Vorgang dauert wenigstens 48 Stunden.
In Versuchen konnte nachgewiesen werden, dass die Zecken erst nach 24 - 48 Stunden die Babesien übertragen.
Eine Ausnahme hiervon sind Männchen, die bereits Blut gesogen haben. Sie können mehrmals Blut saugen, und übertragen nunmehr die infektiösen Erreger sofort.
Weiter konnte festgestellt werden, dass auch die Nymphen Babesia canis canis übertragen können.
  
  Welche Symptome verursacht die Hundemalaria?
  
  Typische akute Symptome der Hundemalaria sind Mattigkeit, hohes Fieber, Schwäche, blasse Schleimhäute, roter bis dunkler Urin. In dieser akuten Phase führt die Erkrankung häufig zum Tod des Tieres.
Bei einem chronischen Verlauf können Abmagerung, Gelbsucht aber auch Durchfälle, Schleimhautblutungen, entzündliche Veränderungen der Augen auftreten.
  
  Kann man die Hundemalaria behandeln?
  
  Es gibt Antibabesienmedikamente. Bei ausgeprägter Anämie kann eine Bluttransfusion notwendig sein.
  
  Kann Babesiose auch den Menschen betreffen?
  
  Von den bekannten Babesiose Erregern beim Hund ist keine Erkrankung des Menschen bekannt.
  
  Wie ist die Babesiose zu verhindern?
  
Eine Schutzimpfung gegen die Babesiose gibt es bis jetzt noch nicht.
Doch man kann durch sogenannte Spot on Präparate den Zeckenbefall verhindern.
Bei ersten Symptomen den Tierarzt aufsuchen, dort kann eine genaue Therapie nach der Blutabnahme erfolgen.

Hundezecke

Entfernung einer adulten
(erwachsenen) Hundezecke

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